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1&1 und die Spende Drucken
[Aktualisiert!] Was macht man, wenn jemand etwas für ehrenamtliche Arbeit spenden will? Man freut sich! So tat ich es auch, als mein Freund Holger sich entschloß, den DSL-Anschluß für unseren gemeinsamen Senioren-Computerkurs im Fuhrberger Gemeindehaus zu spendieren. Meine damaligen (Noch-) Freunde von 1&1 wollten unserem Kurs das Feld aber nicht so einfach überlassen ...
 
Bevor ich mich jetzt jedoch über die Geschichte in ihrer gesamten  Historie auslasse - noch eine Bemerkung zu den Mitarbeitern an der 1&1-Hotline (egal welche, ich habe - denke ich - alle außer den 0900ern getestet): Es ist zumindest für mich eine Frage des Anstandes und des Respektes meinem Gesprächspartner gegenüber, diesen ausreden zu lassen. Weil man mir bei 1&1 jedoch fast jedes Mal ungeduldig ins Wort gefallen ist - und ich nun wirklich nicht langsam und ewig um den Punkt herumrede - muß ich davon ausgehen, daß ich als Kunde und ProfiSeller nicht respektiert werde. Auch wenn eine Frau B. (gleich 2x negativ aufgefallen) noch so gern meine Geschichte durch Ihre Abkürzungen zum Guten gewendet hätte. Diesbezüglich ist auch Frau E. erwähnenswert, welche sich - den Tränen nah - weigerte, mich an einen Vorgesetzten weiterzustellen. Und das obwohl ich ihr mehrmals versicherte, daß ich mich nicht über sie beschweren möchte, sondern über meine Geschichte.
 
Was ist passiert? Am 1. August 2005 [Ich schreibe das Jahr mal lieber mit, noch ist kein DSL geschaltet] fragte ich bei 1&1 an, ob denn eine Aufschaltung von DSL auf einen Telefonanschluß, der nicht dem Rechnungsempfänger gehört, möglich ist. "Klar," sagte man, "wenn der Anschluß direkt über 1&1 läuft, ist das kein Problem." Also orderte ich als ProfiSeller am 3. August 2005 für meinen Freund Holger den DSL-Anschluß im Fuhrberger Gemeindehaus.
 
Bis Ende August wartete ich geduldig - man weiß ja, daß bei der Telekom die Aufträge von 1&1 nicht mit der höchsten Priorität bearbeitet werden. Als mir dann Ende August die DSL-Statusseite immer noch weiß machen wollte, daß der bestellte Anschluß "im Moment" von "einem Mitarbeiter bearbeitet" wird, rief ich doch mal vorsichtshalber die Hotline an. Das sei aber alles okay, war die Antwort, der Auftrag liegt bei der Telekom. Diese Aussage blieb bis zur zweiten Septemberwoche bestehen. Auf mein immer intensiveres Bitten nach einer genauen Recherche kam stets die Antwort, daß sich dies noch nicht lohne. Der Port sei schon vorbereitet und die Telekom mache einfach nichts.
 
Am 23. September 2005 rief ich dann selbst bei der Telekom an. Frau H. nahm mir aber sofort den Wind aus den Segeln, indem Sie sagte, daß kein Wiederverkäufer Interesse an dem von mir gewünschten Port angemeldet hat und ich somit bis zum 30.  September 2005 DSL im Gemeindehaus haben könne.
 
An diesem Tag erreichte ich dann einen ersten Durchbruch bei 1&1: Ich gab' die Geschichte mit der Telekom zum Besten und erwähnte, daß mein Freund Holger für einen großen Verlag arbeitet und sollte -  Zufall oder nicht - diesmal sofort zum Zwecke genauerer Nachforschung mit einem Vorgesetzten verbunden werden. Ich fand' den Vorschlag toll und akzeptierte.
 
Die Vorgesetzte war auch sehr betroffen und erklärte mir zwischen den Zeilen, daß der Fehler vielleicht doch nicht bei der Telekom läge. Wir einigten uns darauf, daß diese aber andere Fehler hat und beschlossen, es noch einmal zu versuchen. Meine Bitte, sich bei meinem Freund Holger telefonisch zu erklären und entschuldigen erfüllte sie mir auch.
 
Am 29. September 2005 erhielt Holger die Bestätigung per Fax, daß 1&1 nun höchstselbst einen Normale-Bürger-Anschluß bei der Telekom anmieten werde, um eine schnelle Abwicklung zu gewährleisten. Die um 50,- Euro höheren Anschlußgebühren trage selbstredend 1&1, mit einer Schaltung sei in Kürze zu rechnen. Am 4. Oktober 2005 fiel den Blau-Weißen Monopolistenjägern auf, daß dem Holger gar nicht die Kirche und schon überhaupt nicht der Telefonanschluß gehöre. Man benötigte den Namen und das Geburtsdatum des Anschlußeigentümers - was bei einer Kirche nun nicht wirklich einfach ist.
 
Doch auch dieses Problem konnte nach einigen Telefonaten, Faxen und E-Mails gelöst werden [... und zeigte mir auf, wie einfach es wohl ohne 1&1 gewesen wäre ...]. Am 11. Oktober teilte mir dann ein Mitarbeiter des Kirchenamtes mit, daß er mit 1&1 telefoniert hat und jetzt alles seinen Weg geht. 
 
Zwei Drittel meines Aufsatzes sind vergangen - es ist also Zeit für das tragische Moment! Am 13. Oktober 2005 teilte mir 1&1 per Mail mit, daß die gut gemeinte Idee mit dem konzernseitig gekauften DSL-Anschluß jetzt storniert sei?!? Wie ich schon in der Warteschleife der Hotline hing kam eine weitere E-Mail, die Deckungsgleich mit der Bestätigung vom 3. August war, jedoch eine andere Auftragsnummer enthielt.
 
Gerade als ich mit Lesen fertig war und auch das Wundern langsam nachließ klickte es und ich hatte Frau E. von der Accounting-Abteilung im Ohr. Nach dem dritten oder vierten  Versuch gelang es mir, meinen Satz zu beenden. Sei trotzdem normal, meinte sie. Ich sähe ja, wie sich 1&1 kümmere und müsse mich halt noch etwas gedulden. Von diesem Schritt an dauere es bei der Telekom normalerweise nur noch 6 Tage. Diesen Satz hatte ich im August öfter von der DSL-Statusseite abgelesen, als mir lieb war. Weil mir Frau E. weder Stornierung noch Neubeantragung erklären konnte - ja es nicht mal so recht versuchen mochte - bat ich in alter Gewohnheit um das Gespräch mit einem Vorgesetzten. Gänge nicht, meinte sie. Die könnten ja auch nichts anderes tun. Der Verlagstrick klappte auch nicht: Sie kannte den Verlag nicht. Als sie nach direkterem Bitten den Tränen hörbar nah war und mich anflehte, ich solle mich gedulden, brach ich das Telefonat ab.
 
Sofort im Anschluß rief ich die selbe Nummer wieder an und die Kollegin versprach mir auch einen schnellstmöglichen Rückruf eines Vorgesetzten. Dies ist nun schon gut acht Stunden her.
 
- to be continued - 
 
Ja, diesen Teil schreibe ich jetzt vom Fuhrberger  Gemeindehaus aus. Das heißt: 1&1 hat es geschafft. Ich weiß zwar nicht, woran die Verzögerung lag - geschweige denn, auf wen ich jetzt sauer sein soll ;-) - aber das ist nun egal.